Jeder braucht im Urlaub etwas anderes, um wieder an Energie und Motivation für den Alltag zu kommen. Für mich ist es eine Mischung aus Natur und Bewegung, aber auch gerne mal ein paar Stunden Abschalten und nichts tun. Ende Mai hatte ich freie Tage und brauchte dringend einen Tapetenwechsel. Über die wundervolle Schwester einer wundervollen Freundin aus der Schule bekam ich die Möglichkeit, eine fabelhafte Woche in der Schweiz zu verbringen. Ich war bereits einmal in der Schweiz, allerdings war es damals ein Kurztrip in Sachen Fußball in der Nähe von Zürich und dort stand ich die meiste Zeit beim Training/Spiel, sodass ich landschaftlich leider in den wenigen Tagen nicht viel gesehen habe. Dies wollte ich aber unbedingt irgendwann nachholen und so kam es, dass ich ziemlich spontan meine Lieblingsreisefreundin überredete (was nicht lange dauerte, sie weiß schließlich, wie gut und lustig unsere Reisen immer werden 😉 ) und wir in Richtung Verbier aufbrachen. Die Fahrt begann bereits mit viel Lachen, da das Auto so vollgepackt war, als ob wir mindestens vier Wochen zum Zelten in die Wildnis fahren würden. Dass ich meine Koffer grundsätzlich zu voll packe, ist wahrscheinlich angeboren und irreparabel, aber ich habe die Hoffnung, dass sich irgendwann der Inhalt meines Koffers auch mal rationalisiert und an die Urlaubstage anpasst. Ein wenig Hoffnung habe ich da noch…

Als wir nach knapp neun Stunden Fahrt in Verbier ankamen, ging gerade die Sonne auf und uns stockte der Atmen: Wie wunderschön und idyllisch haben wir es bitte angetroffen? Eigentlich unglaublich müde von der Fahrt, waren wir beim Anblick der weißen Bergspitzen um uns herum direkt wieder hellwach und konnten die Schönheit der Umgebung nicht glauben. Die weißen Bergspitzen wurden von der Sonne in goldenes Licht gehüllt, das Tal lag in leichtem morgendlichen Tau und die Luft war frisch und klar. Das Chalet lag nicht direkt in dem bekannten Skiort, sondern eher in einem kleinen, aber süßen „Vorort“. Wunderschöne, für die Schweiz typische Berghäuschen, umrandet von bunten Blumenwiesen, Kühen mit ihren Kuhglocken, kleinen Wäldern und zwischendrin immer wieder kleine Sturzbäche, die das Schmelzwasser runter ins Tal transportierten. Man kann es gar nicht richtig in Worte fassen, was dieses Fleckchen Erde mir bzw. uns für Energie in diesen sechs Tagen gegeben hat. 

Ich konnte mich bei den Fotos aus dieser Woche nur schwer entscheiden, welches Bild ich für meinen Beitrag hier verwenden wollte. Am Ende habe ich mich aber für den Ausblick entschieden, den ich jeden Morgen erst einmal mit einer Tasse Kaffee auf mich wirken ließ:

Verbier, Val de Bagnes, Mai 2021

What a view!!! Dieses Bild ist an einem der Nachmittage aufgenommen worden, aber ich kann euch sagen: Dieser Anblick war zu jeder Tageszeit anders. Bezaubernd, atemberaubend, märchenhaft, mystisch, beruhigend, verwunschen, faszinierend…Ich könnte jetzt noch ein Dutzend mehr dieser Adjektive aufzählen, wie ihr mir sicherlich an meiner Schwärmerei noch anmerken könnt 😉 

Ein großes Dankeschön geht nochmal an dich, liebe Hannah, für diese tolle Möglichkeit und dein Vertrauen, uns dein kleines Zuhause für ein paar Tage zu überlassen! Wir hoffen, dass wir das richtige Unkraut gezupft haben und die Nachbarskatze nicht zu sehr verschreckt haben (wobei ich glaube, dass wir uns bei ihrem spontanen Besuch auf der Terrasse mehr erschrocken hatten, als sie 😉 ). Merci beaucoup! 

Le temps de se détendre. Endroit merveilleux pour ça!

Saludos, 

eure Nonny 

 

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